Goldpreis und Geldanlage in Gold

Angebot und Nachfragesteuern ist gleich aktueller Goldpreis, das bedeutet der Goldpreis entsteht durch dieselbe.
Angebot und Nachfrage orientieren sich an Inflationsängste und meist an eher gerade durch den Investor belegten Ereignissen aber auch durch langfristige Erwartungen an die jeweiligen Zinsen der Finanzmärkte. Ebenfalls beeinflussen auf den Goldpreis wird der Des US-amerikanischen Dollar, da Gold vorwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Der Ölpreis ist regelmäßig ebenfalls ein Indikator der auf den Goldpreis einwirken kann.

Der Goldpreis im Mittelalter

Die Entdeckung Amerikas und der Goldpreis

Bereits im 16. Jahrhundert wurde mithin amerikanische Kulturen unterworfen und ausgeplündert, und diese Ausplünderung hin brachten viele Schiffsladungen Gold und auch selber nach Europa. Dies waren von 1450-1850 ca. 4700 t Gold die vorwiegend aus Südamerika importiert worden sind. Das Silber ein nicht einmal mitgerechnet. Aufgrund des Mengenwachstums der Goldmenge wirkte sich dies auf die Volkswirtschaften der Erde erheblich aus. Die Preise stiegen weltweit. Im 16. Jahrhundert war die Inflation in Bezug auf den Goldpreis in Spanien ca. 400 %.

aktueller Goldpreis

Diese Preisrevolution erfasste ganz Europa und auch anders sind. In dieser Zeit um das 16. Jahrhundert stiegen die Preise im Laufe von ca. 150 Jahren knapp um das vierfache. Die Menschen konnten so lernen, wie die Kaufkraft nicht nur von Waren, sondern auch von Angebot und Nachfrage abhängt. Eine Zunahme der Geldmenge hat nach der Geldmenge Gleichung eine Zunahme der Warenpreise zur Folge.
Die Produktionskostentheorie des Geldes wirkte sich insofern aus, weil nunmehr weniger Arbeitszeit erforderlich war um eine bestimmte Menge Gold oder Silber zu gewinnen, und nicht etwa weil eine geringe Menge an Wahlen der Mängel ein Geld gegenübergestanden ist. Diese Ausdehnung der verfügbaren Geldmenge durch die importierten Goldminen und Silberminen war eine Auswirkung der plötzlich geringer werdenden Arbeitsmenge, die notwendig war das Edelmetall zu beschaffen.

Der Goldstandard 1816-1914

Zu dieser Zeit wurde der so genannte Goldstandard eingeführt. Dies bedeutete für jeden ca. dass es zu jeder Zeit für ihn theoretisch möglich war bei einer der Zentralbanken sein Bargeld gegen die entsprechende Menge Gold zu tauschen. Das Umtauschverhältnis bezeichnet die so genannte Goldparität. Die Hinterlegung der Währung mit Gold diente als Absicherung vor zu starker Bargeldinflation.
Bereits am 22. Juni 1816 erklärte Großbritannien die Goldwährung als Landeswährung per Gesetzt. Am 1. Mai 1821 wurde die volle Relativität des Pfundes Gold gesetzlich festgelegt.
Im Laufe der Zeit koppelten auch andere Länder ihre Wechselkurse an die britische Leitwährung. Die internationale britische Dominanz in den internationalen Finanzbeziehungen, Wirtschaftsbeziehungen und Handelsbeziehungen führte zu diesem Kopplungen. Zu dieser Zeit wurden etwa zwei Drittel des gesamten Welthandels im 19. Jahrhundert in der britischen Währung abgewickelt.
In den folgenden Jahren führten auch weitere Nationen die Goldwährungen ein. Kanada führte die Goldwährung 1854 ein, Deutschland 1871 die Schweiz 1878 und die USA 1879.
In den USA hatte zunächst zwischen 1810 und 1833 der Silberstandard und Silbermünzen geherrscht. Erst im Jahre 1837 wurde das gesetzliche Tauschverhältnis von Gold zu Silber im Verhältnis eins zu 16 festgelegt. Der Golddollar wurde mit 20,671835 $ je Feinunze fixiert. Dies führte im Laufe der Jahre zur Verdrängung von Silber aus dem Geldumlauf. Verstärkt wird dieser Trend durch den kalifornischen Goldrausch in den Jahren 1848-1854.

Am 24. September 1869 dem ersten schwarzen Freitag an der New Yorker Stock Exchange Rates die Goldspekulation, diesen ausgelöst hatte. Am 14.3.1900 wurde die Goldwährung offizielles Zahlungsmittel in den USA.
Die Einführung des Goldstandards im Deutschen Reich wurde durch verschiedene Gesetze und Verordnungen vorbereitet.
Am 4. Dezember 1871 wurden Taler, Gulden und auch Goldmünzen in das deutsche Geldsystem eingeführt. Am 9. Juli 1873 wurde die Goldmark zur einzigen Reichswährung. Die Goldwährung trat am 1. Januar 1876 in Kraft.
Das Bankgesetz vom 14.3.1875 verpflichtete die Deutsche Reichsbank Barrengold gegen  Banknoten aufzukaufen.

Der Golddevisenstandard

Zu Beginn des ersten Weltkriegs um 1914, endete in vielen Ländern die Goldeinlösepflicht, diese wurde erset durch eine Gold Devisenwährung. Es gab nunmehr keinerlei religiöse Pflicht von Währungen gegen Gold gegenüber Privatpersonen.

Marktmechanismen am Goldmarkt

Das Goldangebot und die Gold Nachfrage am internationalen Markt schwanken oft sehr. Je nach Preiselastizität des Angebots und der jeweiligen Nachfrage fällt der Goldpreis oder steigt dieser.
Seit Jahrzehnten wird der Goldpreis in US-Dollar ermittelt. Dabei tendieren die beiden Preise oft umgekehrt proportional. Das heißt fällt der Dollar, steigt oft der Goldkurs und umgekehrt. Das Gold wird meist als Spekulationsobjekt gekauft und nicht deshalb weil man dasselbe selbst benötigt. Die Hoffnung ist bei einem späteren Verkauf des Goldes einen Gewinn zu erzielen. Meist wird der Gold als ein sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen. Durch Marktteilnehmer etwa Zentralbanken und Spekulanten bzw. auch Goldminengesellschaften kann der Goldpreis erheblich beeinflusst werden. Ebenfalls können Goldleerverkäufe getätigt werden. Auch können etwa Minengesellschaften ihre Goldproduktion drosseln oder steigern. Eine internationalen Zentralbanken besaßen im Jahre 2009 etwa 16,2 % der weltweit verfügbaren Goldminen. Dies waren 26.780 t Gold. Insgesamt wurden weltweit bis zum Jahre 2001 ca. 165.000 t Gold gefördert. Dies ist ein theoretischer Marktwert von ca. 6,9 Milliarden $. Gegenüber steht der Börsenwert aller Anleihe in Gold der weltweit im Jahre 2014 etwa 91.000 Milliarden US-Dollar betrug. Der Wert aller Derivate in Gold betrug 700.000 Milliarden US-Dollar. Setzt man den Wert des Goldes ins Verhältnis zum weltweiten gesamten Verwaltungsvermögen zur beträgt dieser ca. ein Prozent des weltweiten Finanzvermögens. Im September 2010 lag der Anteil der internationalen Goldreserven an den gesamten Währungsreserven bei ca. 10 %.
Aktuell haben oft Finanzderivate eine zunehmende Einfluss auf den aktuellen Goldpreis. Dies sind forwards, Futures, Swaps und Optionen. Aufgrund von Finanzgeschäften die die Preisdifferenzen an verschiedenen Finanzplätzen zur Gewinnerzielung nutzen haben diese Arbitrage Geschäfte mittelbar Einfluss auf den Preis für Gold.

Goldmünze

Geldanlage in Gold und Investitionsmöglichkeit

Zunächst kann eine Investition in Gold durch den Wertpapierhandel und auch durch den physischen Kauf von Gold erfolgen. Goldbarren und Goldmünzen bzw. Anlagemünzen können bei Banken, Münzhändlern und Edelmetallhändler erworben werden. Wird das gekaufte Gold bei einer Bank in einem Schließfach gelagert so fallen Mietkosten und Versicherungskosten an. Von der Umsatzsteuer befreit ist der Kauf von Goldbarren als auch der Kauf von Goldmünzen. Dies gilt jedoch nur für Goldbarren und Goldmünzen die als Anlage Gold qualifiziert sind.
An der Börse kann der Anleger diese legten direkt in Zertifikate, Fonds oder in so genannte Exchange trade funds  ETFs investieren. Eine physische Lieferung des gekauften Goldes fällt hier weg. Die Zertifikate sind von der Solvenz des jeweiligen Emittenten abhängig und beeinflussen die Preise an den Rohstoffbörse nur bedient.
Weiter wertlose Anteile das so genannte Xetra-gold auf Goldbestände erworben werden. Bei diesen Anleihen Kaufzwang ein Wertpapier in Form einer Inhaberschuldverschreibungen das einen Anspruch auf die Lieferung des gekauften Goldes verbrieft. Der Handel erfolgt über das elektronische Handelssystem Xetras an der Deutschen Börse.
Weiter können etwa Aktien von Goldminengesellschaften gekauft werden, in der Hoffnung, dass ein steigender Goldpreis die Rendite und Dividende der Goldminengesellschaft steigen lässt. Darüber hinaus könnte eine Investition in Aktien von Gold Leasinggesellschaften bei drohender Inflation eine lohnende Investition sein, da der Aktionär mit dem Anteil an der Gesellschaft gleichzeitig an einen Anteil an dem noch im Boden befindlichen Gold der Gesellschaft besitzt.

Ganz neu die digitale Goldwährung

Es gibt Micropayments, die angeblich auf den Goldstandard basieren. Hier können Girokonten in Gold geführt werden. Dies funktioniert ähnlich wie das bekannte paypal System. Die jeweiligen Anbieter dieser Konten behaupten dass das jeweilige Guthaben auf dem Girokonto mit physischen Gold abgedeckt wird. Die Überprüfung dieser Behauptung für den Anleger, ist regelmäßig und erfahrungsgemäß sehr schwierig. So gibt es in Deutschland Anbieter, die in ihren Goldlagern, Eisenbarren mit Goldfarbe lackiert hatten um den Prüfer einen Gold bestand vorzuspielen. Dies hat überraschend lange sehr gut funktioniert.
Onlinebasierte goldgedeckte Währungssysteme sind z.B. E-Dinar, GoldExchange und Pecunix.

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